Feiern ohne Gott
Weshalb austreten?
Weshalb soll man aus der katholischen Kirche austreten?
- Durch Dein aktives Austreten zeigst Du, dass Du nicht Mitglied einer Organisation sein willst, die einst von einem Mann aus Bochum (D) als „größte Verbrecherorganisation aller Zeiten“ bezeichnet wurde. Der Mann wurde angeklagt, … und freigesprochen! (Informationen zum Bochumer Prozess.)
- Wenn Sie nicht an „Gott“ glauben, mit der Religion und der Kirche abgeschlossen haben, ist es ehrlicher, auszutreten. Mitglied zu bleiben könnte man als hypokritisch ansehen, und wer will schon ein Hypokrit sein?
- Durch Dein aktives Austreten zeigst Du der Kirche und der Politik Deine Entscheidung, und dass Du mit der Politik der Kirche nicht einverstanden bist.
Warum treten viele nicht aus?
Wie ist es zu erklären, dass nicht alle Menschen aus der katholischen Kirche austreten, die mit der Religion und der Illusion „Gott“ längst abgeschlossen haben?
- Viele Menschen haben nicht den Mut, auszutreten, sei es wegen reellem oder empfundenem sozialem Druck (z.B. von der Familie), oder aus Angst oder Unbehagen, „anders zu sein“ und gegen den Strom zu schwimmen. Man sollte aber erkennen, dass der Strom längst in eine andere Richtung fließt.
- Viele Menschen treten nicht aus, um nicht aufzufallen, obwohl sie in ihrem Kopf längst mit „Gott“, der Religion und der katholischen Kirche abgeschlossen haben.
- Viele Menschen sind resigniert und wissen, dass ein Austreten aus der Kirche sind nicht von dem Teil ihrer Steuern befreit, der dazu genutzt wird, die Kirchen - allen voran die römisch-katholische - zu finanzieren (weit über 20 Millionen Euro des Staatshaushalts jedes Jahr: lesen Sie mehr dazu hier.)
- Viele Menschen sind nicht wirklich gut über informiert, welche Probleme und negativen Einflüsse die katholische Kirche in unsere Gesellschaft einbringt.
- Etliche Menschen wissen auch schlichtweg nicht, dass man aus der Kirche austreten kann, oder wie sie das machen sollen.
Kann ich aus der Kirche austreten?
Yes you can!
Wenn Deine Eltern katholisch sind, ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass Du auch katholisch erzogen wurdest, mit Taufe, Religionsunterricht, Kommunion und Firmung.
Niemand hat Dich aber gefragt ob Du getauft werden willst. Du warst schlichtweg noch zu jung, als dass man Dich hätte fragen können. Und unmündig, selber zu entscheiden.
Die Entscheidung über Weltanschauung sollte man aber als erwachsene Person selber treffen können, ebenso wie die Entscheidung über die Zugehörigkeit zu einer Religion.
Weil immer weniger Menschen an „Gott“ glauben, treten auch immer mehr Menschen aus der Kirche aus. Trotzdem zögern noch viele, auch offiziell und auf dem Papier einen Schlussstrich zu ziehen.
In folgenden Rubriken geben wir weitere Informationen zum Austritt aus der Kirche:
Feiern - ohne "Gott"

„Es ist eindeutig an der Zeit, dass wir lernen unsere emotionalen Bedürfnisse zu befriedigen, ohne uns dem Absurden hinzugeben. Wir müssen Mittel und Wege finden, uns auf die Kraft des Rituals zu berufen und die Übergänge, die in jedem Menschenleben nach Tiefgründigkeit verlangen – Geburt, Hochzeit, Tod –, so zu vollziehen, dass wir uns dabei nicht mehr über die wahre Natur der Dinge in die eigene Tasche lügen.“
Dr. Sam Harris, Philosoph und Neurowissenschaftler
Immer weniger Menschen glauben an „Gott“. (Wie steht es mit Dir? Mach den Atheisten-Test!) Trotzdem heiratet die Mehrheit in der Kirche, tauft ihre Kinder, schickt sie in den Religionsunterricht. Die Kinder machen Kommunion und Firmung. Die meisten Begräbnisse sind religiös geprägt. Im starren Rahmen religiöser Rituale wird persönlichen Wünschen und Bedürfnissen jedoch kaum bis gar nicht Rechnung getragen.
Viele Entschlüsse pro kirchliche / religiöse Zeremonien werden nicht aus religiöser Überzeugung heraus getroffen, sondern wegen effektivem oder empfundenem sozialen Druck (z.B. seitens der Familie), oder schlichtweg aus Angst oder Unbehagen, „anders zu sein“ und gegen den Strom zu schwimmen. Vielleicht auch aus Mangel an Alternativen? Auf folgenden Seiten finden Sie u.a. auch Aussagen von Betroffenen.
Es gibt aber auch Möglichkeiten, all diese wichtigen Etappen des Lebens ohne „Gott“, Religion und Kirche zu durchleben. Feste und Zeremonien können durchaus frei von religiösen Zwängen und trotzdem, je nach Anlass, lebensfroh, gebührend oder bewegend gefeiert werden. Wichtige Ereignisse wie Geburt, Heirat oder Abschied können nach persönlichen Wünschen und Bedürfnissen gestaltet werden.
A.H.A. Lëtzebuerg will aufzeigen, warum es im 21. Jahrhundert sinnvoll ist:
- seine Kinder nicht kurz nach der Geburt in eine religiöse Schublade zu stecken, sondern ihnen die persönliche Entscheidung betreffend ihre Weltanschauung selber zu überlassen - als erwachsene und mündige Menschen;
- religionsfrei und „gottlos“ zu feiern, wenn man ohnehin nicht religiös ist;
- von der Familie und der Gesellschaft Respekt einzufordern gegenüber der eigenen Entscheidung, frei von Religion zu feiern. Zu diesem Thema finden Sie hier einen Video-Clip.
Auf folgenden Seiten finden Sie, neben allgemeinen Überlegungen, Alternativen betreffend:
Auch über ein Austreten aus der Kirche könnte man nachdenken.
Des Weiteren kann man nachdenken, wie man andere, jährlich wiederkehrende Feste feiert. Hier zB. ein paar Gedanken zu Weihnachten.
Ostern kann man als Hasenfest feieren; dies ist viel lustiger als die religiösen Dogmen und macht auch den Kindern viel mehr Spaß!
Siehe auch: AHA-Webinar “Traut iech! Weltlech Zeremonien zu Lëtzebuerg”



